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Zeichnerstände für Anfänger

Die deutschsprachige Mangakünstlerszene wächst und wächst und die meisten Künstler planen früher, oder später auf einer Convention auszustellen.

Ich habe bereits  in dem Tutorial  Tipps und Tricks für Künstlerstände darüber geschrieben, was man zu Beginn alles für eine Con benötigt. In dem heutigen Blogeintrag soll es darum gehen, welche Conventions man machen kann/soll.Dabei spiegelt diese Blog nicht nur meine persönlichen Erfahrung, sondern auch das wieder, was ich von Bekannten und Freunden weiß.

Natürlich möchte jeder Künstler auf die ganz großen Cons, von denen man immer liest. Die prominentesten dürften wohl diese drei sein:

  • Leipziger Buchmesse
  • Dokomi
  • Connichi

Allerdings ist es als „Con-Jungfrau“ bzw. Anfänger(im Bezug auf Conventions ausstellen) keine gute Idee sich solche eine Con vorzunehmen. Die großen Conventions scheinen mit ihren riesigen Besucherzahlen gerade zu verlockend, doch gibt es 3 Faktoren, die dagegen sprechen, sich eine Con ohne große Erfahrung vorzunehmen

Nachteile großer Conventions

  1. Konkurrenz

Die beliebtesten Cons sind immer die mit der meisten Konkurrenz. Auf den großen Conventions findet sich zu meist alles was Rang und Namen hat und diese Künstler zeichnen sich dadurch aus ein höchst professionelles Sortiment zu haben und sehr gefragt zu sein.

Die Gefahr, dass man unter all diesen Zeichnern untergeht ist groß. Zudem haben Besucher auch nur ein begrenztes Budget und werden erst Mal ihr Geld bei den Händlern, gefolgt von ihren Lieblingszeichnern ausgeben. Was dann noch übrig bleibt verteilt sich, sofern überhaupt Interesse besteht, auf die kleinen Stände und das ist meist nicht viel.

2. Kosten

Größere Cons sind kein billiger Spaß!

Die Standgebühren gehen bei vielen populären Cons mittlerweile in den dreistelligen Bereich. Zudem muss man sehr viel drucken lassen und ein wirklich gutes Sortiment haben, um Konkurrenzfähig sein. Da ist man locker mal mit 300- über 1000€  allein für Druckkosten dabei! Hinzu kommt noch Übernachtung und Anfahrt.

Jetzt nehmen wir mal an, man teilt sich einen Stand und eine günstige Anfahrt und Übernachtung und zahlt nur 200€. Hinzurechnen wir sehr geringe Druckkosten von 150€ (realistisch, wenn man nur Blöckchen, Postkarten und Poster hat).

Dann ist man immer noch bei 350€. Mit Kleinartikeln, die sich im 1€-3,50€ bewegen, muss man 100-200 Verkäufe machen, um nur die anfallenden Kosten zu decken. Natürlich kann man das was man drucken lassen hat auch auf späteren Cons noch weiterverkaufen. Professionellere Künstler haben oft horrende Druckkosten für große Cons und verkaufen das Sortiment auf den folgenden sozusagen „ab“.

Selbstverständlich kann man auch Con-Hon Einträge anbieten, diese sind jedoch bei Anfänger oftmals „billig“, was bedeutet, dass  selbst wenn man schnell ist,  eine ganze Menge zeichnen muss bis man seine Kosten gedeckt hat.

Auch besteht die Möglichkeit, sich seinen Stand mit einem Freund zu teilen, allerdings muss man sich bewusst sein, dass die Gefahr größer ist unterzugehen (besonders bei der Connichi und LBM, wo die Tische nicht besonders riesig sind) und man meist nur sehr wenig ausstellen kann. Das kann bei großen Cons, wo man eh schon hohe Kosten hat, ein zusätzliches Manko sein, weil man einfach weniger Möglichkeiten hat etwas zu verdienen. Wer einen 1 Meter Tisch nicht alleine voll bekommt, sollte sich überlegen, ob er schon erfahren genug ist, um auf einer großen Con auszustellen.

3. Erfahrung

Die Gefahr, dass man ohne Erfahrung einen Haufen Ladenhüter druckt, ist groß. Nur weil etwas online gut ankommt, heißt das nicht, dass die Leute auch bereit sind wirklich dafür zu bezahlen. Ohne Erfahrung kann es schnell passieren, dass man wirklich viel Geld auf das falsche Pferd setzt..

Ich kann jedem  Anfänger/Con-Einsteiger wirklich empfehlen sich zu Beginn auf die kleinen Cons in seiner Umgebung zu konzentrieren, denn das bringt eine ganze Menge Vorteile mit sich!

Vorteile kleiner Conventions

1. Kosten

Die Kosten sind recht überschaubar, kleine Cons bewegen sich oftmals im Bereich von gratis-30€. Bei Cons in unmittelbarer Umgebung fallen noch Übernachtung und Anfahrt weg. Hinzu kommt, dass man sich auf eine kleine Con auch mit einem kleinem Sortiment trauen, neue Dinge testen und sich problemlos, ohne unterzugehen, einen Tisch mit Kollegen teilen kann.

Auch hier ein Rechenbeispiel:

Nehmen wir, wie oben 350€ Kosten für eine große Con und einen Erlös von 400€ an, dann hat man gerade mal 50€ Gewinn. Bei einer kleinen hat man vielleicht Kosten von 30€. Für kleine Cons lässt man selten etwas „extra“ drucken, man ergänzt sein Sortiment Stück für Stück, also gehen wir mal von Druckkosten von 30€ für Neuware aus und einen Erlös von 150€. Macht einen Gewinn von 90€.Gut, jetzt kann man gegen argumentieren, dass wenn man den tatsächlichen Wareneinsatz nimmt, die Kosten für die große Con in diesem Beispiel wahrscheinlich nur 250€  (40€ bei der kleinen Con) sind. Man muss aber auch bedenken, dass man für eine große Con extra dieses Sortiment drucken lässt, die Con eine Menge Zeitaufwand ist und eine Gewinnabsicht verfolgt wird.  Zudem muss man erst einmal so viel Geld haben, um es zu investieren! Bei kleinere Cons, kann man wirklich mit einem sehr günstigen Mini-Sortiment starten und mit Con-Hon-Einträgen und etwas Verkaufstalent schnell in den dreistelligen Bereich kommen. Dazu ist der zeitliche Aufwand sehr gering. In Summe sind kleine Cons zu Beginn wesentlich rentabler!

2. Konkurrenz

Die Konkurrenz und die Zahl der Aussteller ist oftmals gering und so haben die Besucher meist mehr Budget pro Stand. Es kommt der Spruch „ich hab noch Geld übrig, das muss weg“, wesentlich öfter auf kleinen Cons als auf großen. Man muss auch bedenken, dass die meisten Besucher, wie man selbst, sich Anfahrt und Übernachtung sparen.

3. Fanbase aufbauen

Meistens geht man nicht auf kleine Conventions zum „Shoppen“. Man geht dorthin, um seine Freunde zu sehen, Spaß zu haben und das ganze ist VIEL entspannter, als auf großen Cons. Die Besucher nehmen sich gerne mal länger Zeit mit einem zu reden, die Künstler genauer unter die Lupe zu nehmen und so ist die perfekte Gelegenheit sich eine Fanbase aufzubauen.

Die Fanbase ist besonders wichtig, wenn man später große Cons plant. Es sind die Stammkunden, die einen gezielt suchen und sich Geld für einen aufsparen, die euch auf großen Cons die Kosten decken können.

Leider kann ich keine klaren Empfehlungen für kleine Cons aussprechen, da es sehr viele davon gibt. Am besten in unmittelbaren Bekanntenkreis fragen, wo wann welche ist und ob sie gut ist.

Tipp: Animexx listet fast alle Conventions im deutschsprachigen Raum auf. Man kann diese auch gezielt nach Regionen suchen 😉

Comic Cons

Abschließend möchte ich noch ein wenig über Comic Cons reden. Im letzten Jahr sind diese wie die Pilze aus dem Boden gesproßen und erscheinen auf den ersten Blick sehr attraktiv für Zeichner. Besucherzahlen von 20.000-50.000 Leuten, tolle Stargäste und Messelocation scheinen zunächst äquivalent zu den großen Manga Conventions.

ALLERDINGS SIND DIESE CONVENTIONS MIT VORSICHT ZU GENIESSEN!

Comic Cons sind von den Standgebühren meist viel teurer, als Mangaconventions.

Eine Standgebühr von 100-150€ (je nach Ausstattung), ist nicht unüblich.

Zudem handelt es sich um ein sehr spezielles Publikum! Es gehen ganz normale Leute dahin. Die meisten haben nichts mit Anime & Manga zu tun. Auch finden sich auf vielen Comic Cons weniger „Kiddies“/Jugendliche, weil diesen die Eintrittstickets zu teuer sind, oder sie keine Interesse an den Stars haben. Die größte Fraktion der Mangaszene sind meist die Cosplayer, aber den geht  es auch mehr ums Cosplay und shoppen.

Die Masse an Händlerständen ist viel größer, als auf den meisten Manga-Cons und wenn man bedenkt, was die Leute für Fotoshootings, Autogramme und Eintrittskarte schon ausgegeben haben, bleibt da meist nicht viel für die Zeichner, die sowieso nur ein Bruchteil interessieren.

Die meisten Leute dort haben NICHTS mit Manga und Anime am Hut und mögen den Stil auch nicht. Da man auch mit vielen Comiczeichnern konkurriert, die wesentlich besser angenommen werden,  tut man sich als Mangazeichner besonders hart.

Hinzukommt, dass man neben der Flut an Händlern auch noch mit sehr vielen anderen Künstlern konkurriert.

Für wen sind dann Comic Cons geeignet?

  1. Für Leute mit „Comics“. Wer einen Comicstil hat, hat es wesentlich einfacher beim Publikum
  2. „Etablierte“ Künstler/Profis
  3. Künstler mit Fanart

Ein Vielzahl der Comic-Con Besucher sind Leute, die der „Mangaszene“ entwachsen sind, oder nur latentes Interesse dafür haben, aber dennoch Fan von Animes & Mangas sind. Zumeist geben diese Leute aber nur Geld für Dinge aus, die sie bereits kennen. Das Interesse an Eigenproduktionen ist sehr gering, selbst bei Leuten, die aktiv in der Szene sind.

Das ist nicht verwunderlich, wenn man bedenkt, wie lange es gedauert hat, dass Künstler „ihren Platz“ auf Mangaconventions gefunden haben. Jahrelang gab es nur wenig bis keine Künstler auf Conventions, sie waren ein Randerscheinung und nur von geringem Interesse, da sie als nicht so gut, wie die japanischen Vorbilder, wenn nicht gar schlecht, angesehen wurden. Vor ein paar Jahren kam dann der große Hype, um die deutsche Mangazeichenszene.

Dieser Hype sind eben viele Ex-Mangaszene-Leute  entgangen und die Aktiven kaufen auf den Mangacons bei den Zeichnern.

Ich hoffe, ich konnte euch mit den Beitrag etwas helfen. Wenn ihr noch Fragen habt, am besten direkt hier posten, damit alle sie sehen können.

Bitte beachtet, das hier ist meine persönliche Meinung zu dem Thema. Natürlich könnt ihr völlig anderer Meinung sein bzw. andere Erfahrungen gemacht haben.

 

Meine Vorbilder

Öfters werde ich gefragt, wer meine Vorbilder sind und wer mich alles beeinflusst hat.

Dazu muss ich sagen, dass ich mit dem Mangazeichnen wegen Videogames und nicht wegen Mangas angefangen habe.

Oftmals fand ich die Charakterdesigns so hübsch, dass ich unbedingt auch solche Charaktere entwerfen können wollte. Mein erster Doujinshi basierte auf dem Videospiel Breath of Fire IV. Dementsprechend kennen viele wahrscheinlich nicht meine Vorbilder, da es sich nicht um populäre Mangakas handelt.

Charakter-Designer

Yo Yoshinari

Hat unter anderem Charakterdesigns für Valkyrie Profile gemacht, dass mich neben Breath of Fire IV am meisten geprägt hat.

Einige dürften ihn auch kennen, weil er als Keyanimator und Director bei Neon Genesis, Kill la Kill, Gurren Lagann und aktuell Little Witch Academia mitgearbeitet hat.

Sein Artbook ist sehr empfehlenswert Amazon

Yamashita Shunya

Ein weiterer Characterdesigner von Valykrie Profile. Einige dürften ihn auch als Designer von Figuren kennen, so hat er einige Marvel Charaktere gezeichnet, die als Figur produziert worden sind.

Kimihiko Fujisaka

Bekannt für die Charakterdesigns von Drakengard, Last Story und Terra Battle

Tatsuya Yoshikawa

Hat für viele Capcomspiele Charakterdesigns gemacht. Unter anderem Breath of Fire.

Tatsuro Iwamoto

Bekannt für Phoenix Wright

Yusuke Kozaki

Charakterdesigner für Fire Emblem (seit Awakening), Pokemon Go und bekannt für Speedgrapher

 

MangakasTite Kubo

Tite Kubos Stil hat mir zu Beginn sehr gefallen und mich beeinflusst. Heutzutage gefällt mir sein Stil aber nicht mehr ganz so gut, auch wenn ich ihn immer noch bewundere.

Nanae Kurono

Bekannt für Peace Maker und Vassalord. Ich liebe ihren Stil.

Shiro Amano

Zeichner von Legend of Mana und Kingdom Hearts. Seine Mangas waren die ersten, die ich gekauft habe und er hat mich wahnsinnig beeinflusst.

 

Natürlich gibt es noch viele andere Zeichner, die ich großartig finde. Das hier sind nur meine absoluten Favoriten und die, die mich am meisten geprägt haben.

Warum man Zeichner bezahlen sollte…

Zeichner und Bezahlung ist ein leidiges Thema.

Immer wieder kommt es vor, dass Preise von Zeichnern diskutiert, oder sie nicht für ihre Arbeit bezahlt werden.

Es kam schon öfter vor, dass Auftraggeber nicht bezahlen wollten, oder konnten:

Jeder der bei einem Künstler eine Commission in Auftrag gibt sollte sich dabei selbst die Frage stellen, wie er es fände, wenn er zur Arbeit geht und am Ende des Monats kein Gehalt bekommen, oder hingehalten werden würde. Wahrscheinlich wäre man wenig begeistert und würde sich auch ungern vom Chef auf den nächsten Monat vertrösten lassen.

Natürlich bringen viele das Argument: Na, das ist doch Hobby.

NEIN! Es ist Arbeit, auch wenn einige es nur nebenberuflich machen! Wenn ein Künstler einen Auftrag annimmt, dann opfert er seine Freizeit bzw. Arbeitszeit, die er anderweitig verbringen könnte.

So haben die meisten Künstler auch viele Projekte und andere Aufträge, die Geld bringen können und in der Zeit an der sie an deiner Commission arbeiten, können sie nichts anderes tun.

Auch Künstler haben Ausgaben und müssen ihre Miete bezahlen und Aufträge, anders als ein Gehalt, nicht regelmäßig kommen, kann ein nicht bezahlter Auftrag besonders schwer ins Gewicht fallen.

Aber nicht nur die Bezahlung an sich, sondern auch der Preis ist oft ein Problem.

So sollte man sich bewusst sein, dass ein Bild nicht mal in 10 Minuten hingeschmiert wird, sondern mehrere Stunden, wenn nicht gar Tage dafür benötigt werden.

Nehmen wir mal an, ein A4 Bild kostet 100€ und der Künstler braucht dafür ca. 10 Stunden, dann entspricht das einem Stundenlohn von ca. 10€.

Das klingt zu erst einmal viel, doch wenn man bedenkt, dass der Künstler viele Jahre gebraucht hat, um sich seine Fähigkeiten und Können anzueignen, ist das doch wenig. Dazu kommt noch, dass es sich um Bruttoeinnahmen handelt und viele Künstler davon die Sozialversicherung und Steuern zahlen müssen.

Auch sollte man bedenken, dass kein Künstler genau sagen kann, wie lange er für ein Bild braucht. Je nachdem wie schwer/leicht man sich mit dem Motiv tut, geht es mal schneller, mal langsamer. Es ist eine kreative Arbeit.

Wer einen Hungerlohn bezahlt, kann nicht erwarten, dass der Künstler mehr Zeit als nötig investiert und sich besonders viel Mühe gibt.

Natürlich gibt es zahlreiche Kollegen, die spot billig sind. Das liegt meist daran, dass sie sich nicht trauen, etwas mehr für ihr Handwerk zu verlangen, oder weil sie es nicht professionell betreiben und nicht auf das Geld angewiesen sind. Auch gibt es Künstler, die sehr produktiv und schnell sind, während andere die 3-4 fache Zeit brauchen.  Es hängt viel von Stil und Technik ab und jeder Künstler arbeitet anders.

Da es sich nicht um „Massenware“ handelt, kann man keinen Pauschalpreis ansetzen, was ein Bild wert ist. Zudem spielt auch der Marktwert eine gewisse Rolle. Populäre Zeichner können locker das 5-10 fache von dem verlangen, was ein unbekannter Künstler berechnen würde, weil sie sehr gefragt sind.

Lange Rede…

Wenn ihr bei einem Künstler etwas in Auftrag geben wollt, dann bedenkt, wie viel Arbeit dahinter steckt und respektiert, dass Kunst keine Massenware ist.

3 Dinge, die man als Zeichner unbedingt wissen sollte…

Ich bin schon seit einigen Jahren als Künstler in der Szene unterwegs und eine Sache die mir stark aufgefallen ist, ist dass viele Künstler ihre Werke verkaufen ohne sich vorab informieren.

  1. Gewerbeschein

Unter Umständen auch als Zeichner einen Gewerbeschein!

Das ist vor allem der Fall, wenn man darüber nachdenkt Produkte wie Tassen, Schlüsselanhänger, Buttons und co., also Merchandise, zu verkaufen.

Wer nur Prints, Con-Hon Einträge und Aufträge anbietet, braucht nicht zwingend einen Schein, aber muss seine Tätigkeit dennoch dem Finanzamt melden und seine Steuernummer in Erfahrung bringen und eine Steuererklärung machen.

Solltet ihr weniger als 17.500 Umsatz/8.000 Gewinn machen, was bei den meisten der Fall sein dürfte, seid ihr Umsatzsteuer befreit könnte aber auch keine Mehrwertsteuer etc. absetzen. Zudem müsst ihr nur eine einfache Gewinn/Ausgabenrechnung machen.

Sollte man Steuerpflichtig sein, so variieren die Steuersätze je nach Produkt zwischen 7-19%.

Auf Rechnungen sollten eure Adresse, Telefonnummer, Kontodaten und eure Steuernummer angegeben werden.

Wer Fragen zu Thema Gewerbeschein und co. hat, sollte sich am besten bei seinem Finanz- und Gewerbeamt erkundigen, da die Regelungen auch teilweise je nach Bundesland variieren können.

Ein Vorteil den die Anmeldung als Künstler bringen kann, ist die Künstlerkrankenkasse. Diese ist wesentlich günstiger als eine normale. Allerdings ist es nicht so einfach dort rein zu kommen.

  1. Impressumspflicht

In Deutschland und Österreich gilt Impressumspflicht! So müssen nicht nur eure Bücher, sondern auch Facebookseiten, Blogs, Homepages etc. ein Impressum haben. Andernfalls kann man sich strafbar machen!

Für Webseiten gibt es Generatoren, mit denen man mit wenigen Clicks ein Impressum erstellen kann.

 

  1. Tombola

So gut wie jeder Zeichner hat eine Tombola. Dies fällt unter Glücksspiel und muss angemeldet und genehmigt werden werden. Dafür müssen alle Artikel aufgelistet werden und ab einem gewissen Wert fällt sogar eine extra Steuer dafür an! Die Genehmigung gilt dann auch nur für das Event, das heisst wenn ihr auf verschiedenen Cons eine Tombola machen wollt, müsst ihr für jede Con eine eigene Genehmigung einholen!

Die Strafen für illegales durchführen einer Tombola sind  nicht gering:

§ 287
Unerlaubte Veranstaltung einer Lotterie oder einer Ausspielung

Wer ohne behördliche Erlaubnis öffentliche Lotterien oder Ausspielungen beweglicher oder unbeweglicher Sachen veranstaltet, namentlich den Abschluß von Spielverträgen für eine öffentliche Lotterie oder Ausspielung anbietet oder auf den Abschluß solcher Spielverträge gerichtete Angebote annimmt, wird mit Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.

(2) Wer für öffentliche Lotterien oder Ausspielungen (Absatz 1) wirbt, wird mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder mit Geldstrafe bestraft.

Tombola bezeichnet übrigens eine Verlosung von „Sachpreisen“ (Lotterie = Geldwerte) . Das Argument „es sind ja keine Nieten drin“, zählt nicht. Wenn ihr Sachpreise verlost ist es eine Tombola!

In Österreich gibt es übrigens andere Regelungen und man kann eine Tombola auch ohne Genehmigung unter gewissen Umständen durchführen, wenn der Wert unter 4000 liegt und keine Gewinnabsicht verfolgt wird.

Allerdings sollte man sich in Österreich  aber dringend mit dem Thema Registrierkassen beschäftigen, wenn man dort ausstellen will, da eine Registrierkassenpflicht herrscht.

Ich empfehle jeden sich bei den Ämtern genau zu erkundigen, bevor er seine Werke beginnt zu verkaufen. Meine Angaben sind ohne Gewähr, da je nach Bundesland die Regelungen variieren können und Gesetz auch geändert werden können.

 

Zudem solltet ihr euch unbedingt selbst erkundigen, denn letztendlich ist jeder für sich selbstverantwortlich. Aussagen von Freunden, oder anderen Zeichnern können fehlerhaft, oder unvollständig sein und da ihr die Verantwortung tragt, solltet ihr auch vollumfassend informiert sein,

 

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